Für den Trauernden (im Inneren) Trauer sieht so aus: Aufwachen und für drei Sekunden vergessen. Dann erinnern. Dann so tun, als ob nicht. Sie sieht so aus: Mittags geht es dir gut, und um 14:17 Uhr schluchzt du wegen eines Kassenzettels, eines Lieds, eines Geruchs, eines Nichts. Sie sieht so aus: Erschöpfung. Nicht die Art, die Schlaf heilt. Die Art, die in deinen Knochen wohnt, die Entscheidungen fühlen lässt wie einen Aufstieg. Sie sieht so aus: Einen Rucksack voller Steine tragen, den niemand sonst sehen kann. An manchen Tagen sind die Steine schwerer. An manchen Tagen vergisst du, dass der Rucksack da ist – bis du dich umdrehst und er schwingt, und das Gewicht erinnert dich. Sie sieht so aus: Wut. Auf sie. Auf dich. Auf das Universum, weil es das wieder zugelassen hat. Sie sieht so aus: Verhandeln: Wenn ich doch nur etwas anders gesagt hätte.
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