Wismar, Deutschland
+49 (176) 5806 6214
GedichteMai 11, 20260

Der Waschgang

Tante Negativität klopfte an der Tür,
mit Zweifel als Gift, um mich zu destabilisieren.
Doch ich kannte ihr Spiel, ich wusste genau mit ihr.

Ich sah den Fleck, durchschaute ihr Game.
Doch in meinem Herzen entfachte ich eine Flamme
und sprach: „Komm rein. Wir sind nicht die Gleichen.“

Mein Geist ist eine Waschmaschine, stark und klar.
Ein souveräner Raum, ein reinigendes Jahr.
Mein Wille das Waschmittel, das alles schafft,
meine Hoffnung der Schimmer, der bleibt nach der Kraft.

Ich werfe die Zweifel, die Ängste, die Lügen,
den Lärm von außen, das innere Knieen,
mit all dem Schmutz hinein, muss sich alles fügen.

Die Schleuder rast, ein wütender Schrei,
sie trennt das Echte, das Fundament meines Seins,
von allem Ballast, der darf nicht mehr sein.

Sie spült den Schmutz, sie wringt den Schmerz,
was nicht halten kann, verschwindet jetzt.
Ich bin der Stoff, der übrig bleibt, gesund und kerzengerade.

Ich tauche nicht nur sauber auf, ich tauch neu auf, bereit.
Reine weiße Baumwolle, stark und klar und breit.
Der Sieg ist nicht nur, dass du durch gingst durch den Streit —

sondern dass du den Fleck, den Sturz, den Schmerz
genutzt hast, um zu strahlen, zehn Meter mehr wert.
Du warst die Antwort auf deine eigene, härteste Frage gehört.

Also lass die Turbulenzen ruhig beginnen,
lass die Schleuder durch den Lärm der Welt rennen.
Eine Königin, eine Rakete – du wirst gewinnen.

Die Welt klebt ihre Plakate, billig und vain.
Du trittst einfach heraus und trägst deinen Regen.
Und dir gehört der Himmel. Immer wieder. Again.

Teilen

Hinterlassen Sie eine Antwort